Öffnungszeiten
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Sa und So
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Schmiede

Dieses kleine Steingebäude gehört seit 2010 zum Arial unseres Museums. Vor 1945 diente es in Sagar dem Schützenverein als Schießstand. Die jetzige Inneneinrichtung besteht aus den Restbeständen der ehemaligen Dorfschmieden Daubitz, Schleife und Rohne.

Um 1800 arbeiteten in Muskau insgesamt 12 Huf-, Waffen-, Nagel-, Messer-, Kupfer- und Goldschmiede.

Jedes Dorf der besaß mindestens einen Schmied, dessen Aufgabe in der Herstellung und Reparatur von Werkzeugen und Geräten bestand. Schmied und Stellmacher arbeiteten immer eng zusammen, da im Wagenbau Holz und Metall zusammengefügt werden musste.

 

 

 

 

 

 

Die alte Berufsbezeichnung "Huf- und Waffenschmied" deutet auf die zweite wichtige Tätigkeit, den Hufbeschlag, hin. Das geschah zur Schonung der Hufe von Nutztieren (Pferde, Esel und Rinder). Dazu war eine genaue Kenntnis der Anatomie eines Tierfußes notwendig. Dabei halfen Originalpräparate in der Berufsausbildung.

Das traditionelle Transportmittel bis ins 20. Jahrhundert hinein stellte trotz Eisenbahn und Automobil das Fuhrwerk dar. Gerade im ländlichen Raum gehörten Pferd und Wagen zur Ausstattung jeder Wirtschaft und bedurften ständiger Betreuung durch einen Schmied.

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Wenn bei Museumsfesten der Schornstein raucht, kann man hier einem Schmied bei der Arbeit über die Schulter schauen.